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EMS beim Pferd

EMS gehört zu den häufigsten Stoffwechselerkrankungen beim Pferd. Eine frühzeitige Erkennung und die richtige Fütterung sind entscheidend, um Folgeerkrankungen wie Hufrehe vorzubeugen.

Das Equine Metabolische Syndrom

erkennen, verstehen und richtig handeln

5. Diagnose - Wichtige Blutwerte bei EMS

Wichtig:

Ein einzelner Blutwert reicht für die Diagnose eines EMS meist nicht aus. Die Beurteilung erfolgt immer ganzheitlich im Zusammenhang mit Körpergewicht, Fettdepots, Krankheitsgeschichte und weiteren Laborwerten.

Blutwert
Bedeutung
Hinweis
Insulin

Erhöhte Werte deuten auf eine Insulinresistenz hin.

Nüchternprobe empfohlen.

Glukose

Kann erhöht sein, ist aber allein wenig aussagekräftig.

Immer mit Insulin bewerten.

ACTH

Dienst der Abgrenzung zu PPID (Cushing).

Besonders bei älteren Pferden wichtig.

Triglyceride

Können bei EMS erhöht sein.

Hinweis auf Fettstoffwechselstörung.

Leberwerte (GLDH, GGT, AST, Bilirubin)

Können bei EMS erhöht sein.

Regelmäßig kontrollieren.

4. Therapie - Was wirklich bei EMS hilft

1

Gewicht bestimmen

Idealgewicht ermitteln.

2

Heumenge berechnen?

Passende Menge festlegen.

3

Fütterung optimieren

Zucker- und stärkearm füttern. 

4

Bewegung steigern

Regelmäßige Bewegung fördert den Stoffwechsel.

5

Verlauf kontrollieren

Fortschritte beobachten und anpassen.

3. Ursachen - Warum entsteht EMS?

Mehrere Faktoren können EMS begünstigen.

Überversorgung

Zu viele leicht verdauliche Kohlenhydrate und Energie überfordern den Stoffwechsel. Der deutliche höhere Zuckerwert im Heu der letzten Jahre spielt hierbei eine erhebliche Rolle.

Bewegungsmangel

Zu wenig Bewegung reduziert die Insulinsensitivität und fördert Übergewicht. Freizeitpferde machen einen hohen Anteil der EMS-Pferde aus. 

Genetische Veranlagung

Einige Pferderassen und -linien haben in erhöhtes Risiko, EMS zu entwickeln. Hierzu gehören vor allem Ponys, Kaltblüter und Rassen, die ursprünglich aus Gebieten mit kargem Futterangebot stammen.

Alter und Hormone

Mit zunehmenden Alter oder bei hormonellen Erkrankungen steigt das Risiko. 

EMS in 30 Sekunden

Was ist EMS?

Stoffwechsel-störung mit gestörter Insulin-regulation.

Woran erkenne ich EMS?

Fettkamm, Fettpolster, Übergewicht, Bewegungs-unlust

Warum ist EMS gefährlich?

Erhöht das Risiko der Hufrehe

Was hilft?

Gewichts-reduktion durch adäquate Bewegung und ange-passte Fütterung

Nächster Schritt

Gewicht, Heumenge und Mineralfutter überprüfen

1. Was ist EMS?

Das Equine Metabolische Syndrom (EMD) ist eine Stoffwechselstörung des Pferdes, die durch Übergewicht, Fettdepots und eine gestörte Insulinregulation gekennzeichnet ist. Die Körperzellen reagieren zunehmend schlechter auf Insulin, wodurch dauerhaft erhöhte Insulinspiegel entstehen können. Diese Hyperinsulinämie gilt heute als einer der wichtigsten Risikofaktoren für die Entstehung einer Hufrehe. 

Aktuelle Forschungsergebnisse zeigen zudem, dass Fettgewebe nicht nur ein passiver Energiespeicher ist. Insbesondere die für EMS typischen Fettpolster am Mähnenkamm, hinter der Schulter oder am Schweifansatz sind hormonell aktiv und setzen verschiedene Botenstoffe frei. Diese können Entzündungsprozesse fördern und die Insulinempfindlichkeit der Körperzellen weiter verschlechtern. Dadurch entsteht ein Teufelskreis: Mehr Fettgewebe führt zu einer stärkeren Stoffwechselbelastung, was die Bildung weiterer Fettdepots begünstigen kann.

Einfach erklärt:

Der Körper reagiert schlechter auf Insulin. Die Bauchspeicheldrüse schüttet mehr Insulin aus. Das erhöht das Risiko für Hufrehe und andere Folgeerkrankungen.

Wichtig: Die Fettpolster beim EMS-Pferd sind nicht nur „zu viel Gewicht“, sondern können selbst hormonell aktiv sein. Sie fördern die Stoffwechselstörung und verstärken den Kreislauf aus Übergewicht, Insulinresistenz und Hufreherisiko.

2. Symptome - Woran erkenne ich EMS?

Übergewicht

Erhöhter Body Condition Score (BCS

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Fettpolster an der Schulter und  Bauch

Auffällige Fettdepots hinter dem Widerrist und am Bauch

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Fettkamm

Fettansatz am oberen Halsbereich

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Fettpolster über den Augen

Auffällige Fettdepots direkt über den Augen

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Fettpolster am Schweifansatz

Deutliche Fettansammlung am Schweifansatz

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Bewegungs-unlust

Müdigkeit und häufige Unlust sich zu bewegen 

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Lahmheiten und Hufrehe

wiederholte Lahmheiten häufig ohne Befund bis hin zur Hufrehe

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FAQ

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Mit dem Futtercheck erhältst du eine Einschätzung deiner aktuellen Ration inklusive möglicher Schwachstellen und Optimierungsvorschläge.

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Auf dieser Seite

1. Was ist EMS?

2. Symptome - Woran erkenne ich EMS?

3. Ursachen - Warum entsteht EMS)

4. Therapie - Was hilft wirklich?

5. Diagnose - Wichtige Blutwerte

6. Häufige Fragen

7. Weiterführende Inhalte

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