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Sommerekzem beim Pferd

Sommerekzem kann starken Juckreiz und wunde Scheuerstellen verursachen. Erfahre, wie du typische Anzeichen erkennst, dein Pferd vor Gnitzen schützt und seine Haut passend pflegst.

Juckreiz verstehen und die Haut schützen

5. Wie wird ein Sommerekzem diagnostiziert?

Zur Diagnose gehören Hautbild, betroffene Körperstellen, jahreszeitlicher Verlauf und die Reaktion auf konsequenten Insektenschutz. Andere Ursachen des Juckreizes müssen berücksichtigt werden.

Je nach Befund untersucht die Tierarztpraxis beispielsweise auf Parasiten, Pilze oder zusätzliche Hautinfektionen. Allergietests können ergänzen; sie beweisen oder widerlegen Sommerekzem nicht allein.

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Auch ein unauffälliges Standardblutbild schließt Sommerekzem nicht aus. Bestmöglich sollte dokumentiert werden, wann das Scheuern beginnt, welche Stellen betroffen sind und welche Schutzmaßnahmen oder Produkte bereits eingesetzt wurden.

4. Behandlung: Was deinem Pferd hilft

1

Stiche verhindern

Gut sitzende Ekzemerdecke und geeignetes Repellent nutzen.

2

Haltung anpassen

Luftigen Rückzugsort bieten und Insektenbelastung beobachten.

3

Haut passend pflegen

Pflege nach Hautzustand wählen: trocken, nässend oder entzündet.

4

Juckreiz behandeln

Starken Juckreiz und weitere Hautverletzungen tierärztlich behandeln lassen.

5

Verlauf kontrollieren

Haut täglich prüfen, Veränderungen fotografieren und den Plan anpassen.

3. Ursachen: Vom Stich zum Juckreiz

Insektenkontakt, individuelle Empfindlichkeit und Umweltbedingungen wirken zusammen.

Insektenspeichel

Beim Stich gelangen Eiweiße aus dem Speichel in die Haut. Vor allem Gnitzen der Gattung Culicoides können bei empfindlichen Pferden die allergische Reaktion auslösen.

Allergische Reaktion

Das Immunsystem reagiert übermäßig auf die Speichelbestandteile. Entzündung und Juckreiz führen zu Scheuern. Dabei wird die Haut zusätzlich verletzt.

Genetische Veranlagung

Eine erbliche Veranlagung spielt eine Rolle. Sommerekzem ist besonders bei Islandpferden und anderen Robustpferden bekannt, kann grundsätzlich aber jedes Pferd betreffen.

Umwelt und Saison

Gnitzen sind häufig in feuchten, windgeschützten Bereichen und rund um die Dämmerung aktiv. Wetter, Standort und Insektenbelastung bestimmen mit, wann dein Pferd Schutz braucht.

Sommerekzem in 30 Sekunden

Was ist es?

Allergische Hautreaktion auf Insektenspeichel, vor allem von Gnitzen.

Typische Anzeichen

Juckreiz, Haarbruch und Scheuerstellen an Mähne und Schweifrübe.

Warum früh handeln?

Scheuern kann die Haut verletzen und zusätzliche Infektionen begünstigen.

Was hilft?

Stiche verhindern, Haut passend pflegen und Juckreiz früh behandeln.

Nächster Schritt

Haut kontrollieren, Schutz beginnen und Beschwerden tierärztlich abklären.

1. Was ist ein Sommerekzem?

Ein Sommerekzem ist eine wiederkehrende allergische Hauterkrankung. Betroffene Pferde reagieren auf Bestandteile im Speichel stechender Insekten, vor allem Gnitzen (Culicoides). Die Folge sind Entzündung und oft starker Juckreiz.

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Durch Scheuern, Kratzen und Beißen entstehen abgebrochene Haare, kahle Stellen, Krusten und manchmal offene Wunden. Besonders auffällig sind Veränderungen an Mähnenkamm und Schweifrübe; auch Bauchnaht, Kopf und andere Hautbereiche können betroffen sein.

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Das Ziel ist, neue Stiche möglichst zu verhindern, die Haut ihrem Zustand entsprechend zu pflegen und Juckreiz frühzeitig zu behandeln. Welche Maßnahmen dein Pferd braucht, hängt von seinen Beschwerden und dem tierärztlichen Befund ab.

Einfach erklärt:

Der Insektenkontakt löst die Reaktion aus. Die besondere Empfindlichkeit des Pferdes macht daraus ein wiederkehrendes Hautproblem.

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Wichtig: Nicht jedes sommerliche Scheuern ist Sommerekzem. Parasiten, Pilzerkrankungen, bakterielle Hautinfektionen und Kontaktreaktionen können ähnliche Veränderungen verursachen. Die Ursache sollte tierärztlich abgeklärt werden.

Die Beschwerden treten häufig in den wärmeren Monaten auf. Plane den Schutz nach Wetter, Insektenbelastung und dem bisherigen Verlauf des Pferdes und zwar möglichst bevor die ersten Scheuerstellen entstehen.

2. Sommerekzem: Typische Symptome

Juckreiz
Wiederholtes Scheuern an Zaun, Baum oder Wand.

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Haarbruch
Kurze, ungleichmäßig abgebrochene Haare an Mähne oder Schweifrübe.

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Kahle Stellen
Ausgedünnte Mähne oder Haarverlust an häufig gescheuerten Bereichen.

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Auf dieser Seite

 

1. Was ist ein Sommerekzem?

 

2. Typische Symptome

 

3. Ursachen und Auslöser

 

4. Behandlung und Alltag

 

5. Diagnose

 

6. Hautpflege

 

7. Häufige Fragen

Dein nächster Schritt

Beobachte Haut und Juckreiz, beginne früh mit Insektenschutz und lass die Ursache tierärztlich abklären.

6. Hautpflege passend zum Hautzustand

Trocken und geschlossen
Milde, gut verträgliche Pflege kann die Haut unterstützen. Produkte zuerst an einer kleinen Stelle testen und die Hautreaktion beobachten. Die Calendula-Salbe aus unserem Video ist eine mögliche begleitende Pflege für geeignete trockene, geschlossene Hautstellen.

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Nässend oder offen
Verschmutzungen vorsichtig entfernen und behutsam trocken tupfen. Keine selbst hergestellte Fettsalbe auftragen. Die passende Wundversorgung sollte mit der Tierarztpraxis abgestimmt werden.

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Schmerzhaft, eitrig oder auffällig riechend
Diese Veränderungen gehören tierärztlich untersucht. Auch bei starkem Juckreiz, zunehmenden Verletzungen oder unklarer Ursache ist eine Untersuchung sinnvoll.

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Fütterung: bedarfsgerecht statt Heilversprechen
Eine ausgewogene Ration unterstützt die normale Hautfunktion. Zusatzfutter ersetzt jedoch weder Insektenschutz noch die Behandlung der Allergie. Prüfe zuerst Grundfutter, Mineralversorgung und die gesamte Ration; ergänze einzelne Nährstoffe gezielt statt auf Verdacht.

Hautpflege beim Sommerekzem: trockene, geschlossene Haut mild pflegen; nässende Haut vorsichtig reinigen; schmerzhafte, eitrige oder auffällig riechende Stellen tierärztlich untersuchen lassen.

Calendula-Salbe selbst herstellen

Die Salbe aus unserem DIY-Video eignet sich als begleitende Pflege trockener, geschlossener und leicht gereizter Haut. Sie verhindert keine Gnitzenstiche und behandelt nicht die zugrunde liegende Allergie. Auf offene, nässende oder infizierte Stellen gehört diese selbst hergestellte Fettsalbe nicht.

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Zutaten aus dem Video
74–75 g Ringelblumenöl · etwa 18 g Sheabutter · 9,5–10 g Bienenwachs · etwa 1 g Vitamin E

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Die Ausgangsrezeptur nennt 80 ml Öl, 20 ml Sheabutter, 10 ml Bienenwachs und 1 ml Vitamin E. Die Grammangaben sind Näherungswerte und hängen vom Produkt ab. Gramm und Milliliter sind nicht gleichzusetzen. Zum Herstellen ist das Abwiegen von Wachs und fester Butter praktischer. Beachte die Einsatzmenge und Verarbeitungshinweise deines Vitamin-E-Produkts.

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So stellst du die Salbe her
Arbeitsgeräte und Tiegel gründlich reinigen und vollständig trocknen. Kein Wasser in die Mischung gelangen lassen.
Öl und Bienenwachs im sanften Wasserbad erwärmen und rühren, bis das Wachs geschmolzen ist. Unnötig starkes oder langes Erhitzen vermeiden.
Sheabutter dazugeben, das Gefäß aus dem Wasserbad nehmen und weiterrühren, bis sie geschmolzen ist.


Einige Tropfen auf einem Teller abkühlen lassen und die Konsistenz prüfen. Bei Bedarf vorsichtig mit etwas Öl oder Wachs anpassen.


Die Mischung abkühlen lassen. Vitamin E nach dessen Verarbeitungshinweisen einrühren, solange die Masse noch flüssig ist.


In saubere, trockene Tiegel füllen, geschützt abkühlen lassen, verschließen und mit Zutaten und Herstellungsdatum beschriften.

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Aufbewahrung und Verträglichkeit
Kühl und dunkel lagern und mit sauberem, trockenem Spatel entnehmen. Vitamin E bremst die Oxidation der Fette, schützt aber nicht zuverlässig vor Keimen. Ohne Prüfung lässt sich keine feste Haltbarkeit zusagen. Bei verändertem Geruch, sichtbarem Verderb oder Verunreinigung nicht weiterverwenden.
Teste die Salbe zuerst dünn auf einer kleinen Hautstelle. Wird die Haut röter oder der Juckreiz stärker, nicht weiterverwenden und die Reaktion abklären lassen.

FAQ

Quellen und Einordnung
Grundlage: Pferdekraftwerk-Videos und Drehskripte zu Sommerekzem und Calendula-Salbe. Ergänzend: Marsella et al. (2023), klinischer Konsensus zu allergischen Hauterkrankungen beim Pferd, doi:10.1111/vde.13168; University of Florida, Insect Bite Hypersensitivity in Horses (AN359); Graner et al. (2024), Immuntherapie mit rekombinanten Culicoides-Allergenen, doi:10.3389/falgy.2024.1467245. Die kleine Immuntherapie-Studie erlaubt keine allgemeine Erfolgsgarantie. Stand: September 2026.

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