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Magengeschwüre
beim Pferd

Verändertes Fressen, wiederkehrendes Unwohlsein oder weniger Leistungsbereitschaft können Anlass zur Abklärung sein. Hier erfährst du, wie Magengeschwüre festgestellt werden und welche Rolle Fütterung, Haltung und Behandlung spielen.

Symptome erkennen und Ursachen verstehen, um den Magen im Alltag unterstützen

5. Diagnose: Klarheit durch Gastroskopie

Eine Gastroskopie ist die zuverlässige Untersuchung, um Magengeschwüre festzustellen und ESGD von EGGD zu unterscheiden. Ob diese Untersuhcung 

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Dabei betrachtet der Tierarzt die Magenschleimhaut mit einem Endoskop. Lage und Ausmaß der Veränderungen helfen bei der Behandlungsplanung. 

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Verhalten, Fressverhalten oder ein einzelner Blutwert ersetzen diese Untersuchung nicht. Auch eine scheinbare Besserung nach einem Zusatzfutter beweist weder die Diagnose noch die Heilung.

 

Die Vorbereitung und erforderlichen Fütterungspausen vor der Untersuchung legt die behandelnde Praxis fest.

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Medikamente wie Omeprazol werden je nach Befund eingesetzt; bei EGGD kann eine andere oder zusätzliche Behandlung nötig sein. Dosierung, Dauer und Kontrollgastroskopie gehören in tierärztliche Hand. Bei deutlichen Kolikzeichen bitte sofort den Tierarzt kontaktieren.

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4. Behandlung und Alltag – was hilft?

1

Gezielt behandeln

Behandlung nach Befund tierärztlich festlegen.

2

Fresspausen prüfen

Raufutterversorgung tagsüber und nachts prüfen.

3

Ration anpassen

Stärke, Portionsgrößen und Futterqualität prüfen.

4

Stress reduzieren

Erholung, Sozialkontakt und Training abstimmen.

5

Verlauf kontrollieren

Beobachtungen notieren und Kontrollen vereinbaren.

3. Ursachen und Risikofaktoren

Große stärkereiche Mahlzeiten sind ein Risikofaktor, vor allem für ESGD. Die gesamte Ration und die Verteilung der Mahlzeiten sollten überprüft werden.

Lange Fresspausen

Längere Zeiten ohne Raufutter können besonders den drüsenlosen Magenbereich belasten. Entscheidend sind die tatsächlichen Fresspausen – auch nachts.

Stärkereiche Mahlzeiten

Große stärkereiche Mahlzeiten sind ein Risikofaktor, vor allem für ESGD. Die gesamte Ration und die Verteilung der Mahlzeiten sollten überprüft werden.

Intensive Belastung

Intensive Arbeit kann den Kontakt des oberen Magenbereichs mit saurem Inhalt verstärken. Trainingsumfang, Fütterung und Erholung müssen zusammenpassen.

Stress und Erholung

Transport, Konflikte in der Gruppe, Isolation und fehlende Erholung können relevant sein. Bei EGGD spielen vermutlich auch individuelle Stressreaktionen eine Rolle.

Magengeschwüre in 30 Sekunden

Was ist EGUS?

Erkrankungen der Magenschleimhaut: ESGD und EGGD.

Mögliche Hinweise

Verändertes Fressen, Unwohlsein und Leistungsabfall.

Wie abklären?

Eine Gastroskopie zeigt Veränderungen im Magen.

Was hilft?

Tierärztliche Behandlung sowie passende Fütterung und Haltung.

Nächster Schritt

Beobachtungen notieren und tierärztlich besprechen.

1. Was sind Magengeschwüre?

Magengeschwüre sind Schädigungen der Magenschleimhaut. Der Sammelbegriff EGUS (Equine Gastric Ulcer Syndrome) umfasst unterschiedliche Erkrankungen: ESGD betrifft den drüsenlosen oberen Magenbereich, EGGD den drüsenhaltigen Bereich. Beide Formen können gleichzeitig vorkommen.

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Beim Pferd wird fortlaufend Magensäure gebildet. Der obere Magenbereich ist weniger vor Säure geschützt. Im drüsenhaltigen Bereich schützen unter anderem Schleim und Bikarbonat die Schleimhaut. Bei EGGD ist dieser Schutz gestört; die Ursachen sind komplex. Deshalb sind Diagnose und Behandlung nicht bei jedem Pferd gleich.

Einfach erklärt:

Nicht jedes Magenproblem entsteht auf die gleiche Weise. Entscheidend ist, welcher Bereich der Schleimhaut betroffen ist.

Wichtig: Auffälliges Verhalten allein beweist kein Magengeschwür. Beschwerden sollten tierärztlich abgeklärt werden. Mit einer Gastroskopie lässt sich die Magenschleimhaut direkt beurteilen.

2. Symptome und mögliche Hinweise

Verändertes Fressverhalten

Weniger Appetit oder häufiges Unterbrechen der Mahlzeit können auffallen.

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Blick zur Flanke

Wiederholtes Umschauen zum Bauch kann Unwohlsein zeigen.

Bei Kolikzeichen den Tierarzt rufen.

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Häufiges Flehmen

Flehmen kann viele Ursachen haben. Neu auftretendes, häufiges Flehmen sollte eingeordnet werden.

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Veränderte Leistungsbereitschaft

Weniger Vorwärtsdrang oder Abwehr beim Gurten können viele Ursachen haben und gehören abgeklärt.

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FAQ

Unsicher bei der Fütterung deines magenempfindlichen Pferdes?

Mit dem Futtercheck erhältst du eine Einschätzung deiner aktuellen Ration und konkrete Ansatzpunkte für den Alltag. Eine notwendige tierärztliche Diagnose und Behandlung wird dadurch nicht ersetzt.

Futtercheck ansehen

7. Zusätzliche Informationen und Videos

6. Was kannst du tun?

Die tierärztliche Behandlung eines Magengeschwürs ist wichtig, doch ebenso entscheidend ist der Alltag deines Pferdes. Fütterung, Fresspausen, Haltung, Stress und Training können beeinflussen, wie stark der Magen belastet wird und ob Magengeschwüre nach der Behandlung erneut auftreten.

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Achte besonders auf die Fresspausen. Nicht allein die tägliche Heumenge ist entscheidend, sondern wie lange dein Pferd tatsächlich ohne Raufutter bleibt. Beim Kauen entsteht Speichel, der Bikarbonat enthält und damit hilft, die Magensäure zu puffern. Prüfe deshalb auch nachts, wann das Heu wirklich aufgefressen ist.

Unser kostenloses Magenprotokoll hilft dir dabei, Fresszeiten, Fresspausen, Auffälligkeiten und mögliche

Belastungsfaktoren über mehrere Tage systematisch zu erfassen. So werden Zusammenhänge sichtbar, die im normalen Stallalltag leicht übersehen werden.

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Hier findest du unser kostenloses Magenprotokoll, das du dir herunterladen kannst.

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Auch die übrige Fütterung sollte überprüft werden. Große stärkereiche Kraftfuttermahlzeiten sind für einen empfindlichen Pferdemagen ungünstig. Prüfe deshalb, ob und in welcher Menge dein Pferd Getreide benötigt. Gutes Raufutter bleibt die Grundlage der Ration. Je nach Pferd können auch Luzerne oder andere faserreiche Futtermittel sinnvoll eingesetzt werden.

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Ein magenfreundliches Mash kann die Ration zusätzlich ergänzen. Unser Rezept besteht aus Luzerne, unmelassierten Rübenschnitzeln, etwas Weizenkleie und gekochten Leinsamen. Die Leinsamen bilden einen gelartigen Schleim, während Luzerne unter anderem Protein und Calcium liefert und zur Pufferung des sauren Mageninhalts beitragen kann.

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Hier findest du unser kostenloses Rezept für ein magenfreundliches Mash mit genauer Mengenangabe und Zubereitung, das du dir herunterladen kannst. 

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Denke außerdem über den Stallalltag hinaus:

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* Kann dein Pferd in Ruhe fressen und liegen?

* Wird es in der Herde verdrängt?

* Gibt es Schmerzen, häufige Transporte oder belastende Trainingssituationen?

 

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Auch Training nach langen Fresspausen sollte vermieden werden. Eine kleine Raufutterportion vor der Arbeit kann insbesondere bei Problemen im oberen, drüsenlosen Magenbereich sinnvoll sein.

 

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Auf dieser Seite:

​

1. Was sind Magengeschwüre

​

2. Mögliche Symptome

​

3. Ursachen und Risikofaktoren

​

4. Behandlung und Alltag

​

5. Diagnose: Gastroskopie

​

6. Was kannst du tun?

​

7. Videos und Magenprotokoll

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8. Häufige Fragen

3-Tage-Magenprotokoll

Beobachte Fütterung, Fresspausen und Verhalten über drei Tage.

Das kostenlose PDF hilft dir, den Alltag zu dokumentieren und die tierärztliche Abklärung vorzubereiten.

Magengeschwür beim Pferd

Magenfreundliches Mash einfach selber machen

Rezept für ein magenfreundliches Mash

Hier erhältst du das kostenlose Rezept mit Anleitung für die Zubereitung eines magenfreundlichen Mash.

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